Mittwoch, 15. Juli 2009

Wer liest Gedichte ?

140 Zeichen sind frei, wenn man auf dem dauergehypten Kurznachrichtendienst Twitter einen Tweet in den Äther blasen will. Die Sprache unterliegt einer Verknappung und Verdichtung, wie sie in Werbung, Kommunikation und Straßenkunst mittlerweile Standard ist. 140 Zeichen sind zur Referenzgröße einer Gemeinschaft geworden, die sich global und in Jetztzeit bei Laune hält.

Doch ist vieles, was da im Netz umherschwirrt, belanglos. Und es bleibt oftmals ohne Referenz und Quellenangabe, wie man beim digitalen Rauschen um den Aufstand in Iran erkennen musste. Ob die verknappte Sprache des Webs zudem ein neues Vokabular und damit ästhetischen Mehrwert schafft, steht noch längst nicht fest.

3 Kommentare:

Geburtstag Gedichte hat gesagt…

Ein Gedicht ist in der Regel eine kurze Textversammlung, und ist schon von daher ein adäquates Medium in heutiger Zeitknappheit

Selbsthypnose hat gesagt…

Also ich würde echt zahlen um jemandem zu hören der gedichte liest. Aus diesem Grund höre ich gern Hypnose Cds

Horst hat gesagt…

Ich finde Gedichte sehr aufschlussreich, denn diese sagen etwas über das Zeitgeschehen aus. Gerade in unserer modernen Zeit, kommt das Gedicht wieder an. Zwar hat sich die Form der Gedichte verändert, doch genau das macht es ja so interessant.

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